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Stichschutzweste

Stichschutzwesten stellen eine weitere Form von Schutzwesten dar. Nur schützen sie den Träger nicht vor Schusswaffen, sondern vor Angriffen mit einem Messer, einer Nadel oder sonstigen scharfen Gegenständen.

Die Westen sind mittlerweile sehr beliebt. Anders als beim Tragen einer schusssicheren Weste wirkt das Tragen viel angenehmer. Sie ist praktikabler und unauffälliger.

Auf der anderen Seite ist die Gefahr durch eine Stichwaffe verletzt zu werden größer als von einem Geschoss getroffen zu werden.

Was ist eine Stichschutzweste?

Die Weste hat die Aufgabe ihren Träger vor Angriffen mit Messer, Nadel und spitzen Gegenständen zu schützen. Die Träger arbeiten heutzutage nicht mehr nur in behördlichen oder militärischen Begreifen. Vielmehr sind es auch Privat- und Geschäftsleute, die sich vor Angriffen mit Messer oder Schlägen schützen möchten. Die Weste dämpft den Stich ab. Sie Sie kann aber nicht das vollständige Eindringen eines scharfen Gegenstandes verhindern. Dafür sie diese Westen aber komfortabel. Denn sie sind leicht zu tragen und wirken unauffälliger.
Stilsichere Westen eignen sich hervorragend für den Sicherheitsbereich. Sie bieten eine gute Alternative zu den schusssicheren Westen. Diese Westen sind auch preisglich günstiger. Auch in ihrer Beschaffenheit sind sie einfacher als Schusswesten aufgebaut. Daher kann man diese Form von Westen viel einfacher besorgen. Somit hat sie weniger Gewicht als eine ballistische Weste.

Die Weste schützt den Träger also vor scharfen und spitzen Stichwaffen. Daher retten sie auch Leben. Spitze Waffen sind oftmals gut versteckt. In Notfallsituationen werden sie vom Angreifer schnell eingesetzt. Das Tragen einer stichfesten Weste erweist sich in derartigen Situationen als lebensrettend. Stichschutzwesten sind in der Regel in weiß und schwarz verfügbar.

Geschichte

Die ersten Westen dieser Art sind genauso alt wie Schusswaffen. Bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. Kamen diese Westen zur Anwendung. Mit der Erfindung der ersten Waffen habe sich Westen und insbesondere Schutzwesten verbreitet. So haben im 16. Jahrhundert die Römer und Italiener mit diesen Westen experimentiert. Besonders die wohlhabenden Menschen ließen sich mit diesen Rüstungen ausstatten.
Die Westen wurden äußerst wichtig, als im Jahr 1901 der amerikanische Präsident William McKinley ermordet wurde.

Seit diesem Zeitpunkt wurde angefangen intensiv in diesem Bereich zu forschen, und die Entwicklung von hochwertigen Schutzwesten voranzutreiben.

Stichschutz erfreuet sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Kein Wunder, denn Stich- und Schnittwunden treten häufiger ein als Verletzungen von einer Schusswaffe. Was viele Menschen nicht wissen ist, dass Stich- und Schnittwunden gefährlicher und tödliche enden können. Aus diesem Grund tragen auch Sicherheitskräfte und Türsteher Schutzwesten. Ballistische Westen schützen nicht vor Stichen und Schnitten.

Anwendungsbereiche

Stichhemmende Westen kommen für Rettungskräfte und Beamte zum Einsatz. In Düsseldorf beispielsweise werden Behördenmitarbeiter und Rettungskräfte in Nordrhein-Westfalen zunehmend Opfer von gewaltsamen Attacken. Daher besorgen sich diese Personengruppen auch Schutzwesten, um sich vor unerwarteten Angriffen zu schützen.

Der WDR berichtet, dass es insbesondere die Rettungssanitäter, Feuerwehrleute sind, die sich das Tragen eines Stichschutz Hemdes erwünschen. Auf der anderen Seite gehört diese Form von Schutzkleidung nicht zur Ausrüstung dieser Berufe. Die Beamten müssen sich diese Form von Kleidung von ihrem eigenen Geld kaufen. Auch Verwaltungsbeamte von Sozial- und Arbeitsämtern nutzen zunehmend diese Westen. Zuletzt kam es zu vermehrten Angriffen von Ausländern. Behördenmitarbeiter müssen sich schützen. Sie besorgen sich auf ihre eigenen Kosten die Schutzweste.

  • Sicherheitskräfte:
    Noch gar nicht so lange her, d. h. am 17. Juni 2017 wurde eine Polizistin bei einem Angriff in Jerusalem getötet. Es ist stark davon auszugehen, dass die Polizistin keine Schutzweste trug. Der Angriff erfolge während der palästinensischen Anschläge in Jerusalem. In einem anderen Vorfall kam es zum mehrmaligen Einstechen eines Palästinensers auf zwei israelische Polizisten. Die Personen seien schwer verletzt gewesen
    Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Paris. Die betroffene Person wurde zwar nicht verletzt, es wurde aber deutlich aufgezeigt, dass jede Sicherheitskraft Opfer einer Messerattacke werden könnte. Direkt am Pariser Eiffelturm wurde der Messerangriff auf einen Soldaten verhindert. Der Angreifer hatte an einer Touristenattraktion teilgenommen und wollte den Soldaten angreifen. An einer Sicherheitskontrolle hat der junge Mann sein Messer herausgezogen, und dann den Soldaten attackiert. Die Sicherheitsbehörden befinden sich nun in Alarmbereitschaft. Zuletzt waren es Polizisten, die ins Visiert von Messerattacken gekommen sind. Auch hier wird ersichtlich, wie wichtig es ist eine Stichschutzweste zu tragen. Messerattacken kommen häufig an größeren Plätzen oder Sehenswürdigkeiten vor, wo viele Menschen sich ansammeln.

 

  • Türsteher:
    Türsteher beispielsweise werden oft zum Opfer von Messerangriffen. Bei einer Disco oder im Club wird zwar nicht oft geschossen, dafür kann es aber zu Rangeleien kommen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen. Dann wird plötzlich das Messer gezogen und alles geht ganz schnell. In einem Lokal in Berlin-Wilmersdorf wurde eine Sicherheitskraft an der Bar attackiert. Der Angreifer hat mit einem Messer auf den 41 Jahre alten Türsteher eingestochen. Der Türsteher musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Zwar ist der Türsteher mit seinem Leben davongekommen, er hätte sich aber mit einer Kevlar Stichschutzweste entsprechend schützen können.

 

  • Rettungssanitäter:
    Auch Rettungssanitäter müssen sich vor Messerangriffen schützen, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag. Denn schließlich sind diese Personengruppen harmlos und wollen keinen verletzen. Die Realität ist aber, dass diese Menschen oftmals Opfer von Gewalt und Angriffen werden. Meistens sind die Täter betrunkene Menschen. Jeder vierte Rettungssanitäter wird mittlerweile Opfer von gewalttätigen Angriffen.
    Rettungskräfte wollen ja nur helfen. Wenn es aber zum Einsatz kommt, werden sie beschimpft, und angegriffen. Rettungssanitäter sind ja auch auf Großveranstaltungen oder Demonstrationen im Einsatz. Das Erschreckende ist, dass Attacken in den letzten Jahren zugenommen haben. Einige Kollegen sind am Überlegen ob sie einen Kampfsportkurs machen oder eine Stichschutzweste im Rettungsdienst zu tragen, um sich zu schützen.

 

  • Fahrkartenkontrolleure:
    Auf Deutschlands Straßen ist es unsicher geworden. Nicht nur Bahn- und Busfahrer, sondern auch Fahrgastkontrolleure sind einem erhöhten Risiko von Messerattacken ausgesetzt. Öfters liest man in der Zeitung, dass Beamte Opfer von brutalen Übergriffen werden. Die Träger schrecken nicht davor zurück, auf das hilflose Opfer einzustechen. Eine Schutzweste kann dem Mitarbeiter in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht vollständig schützen, aber zumindest vor lebensgefährlichen Stich- und Schnittwunden im Oberkörperbereich schützen.

Wie funktioniert eine stichfeste Schutzweste?

Die Stichweste sollte fester Bestandteile eines jeden Polizisten oder Sicherheitspersonals sein. In unsicheren Gegenden, in Clubs, Discotheken oder größeren Veranstaltungen kann es immer wieder zu Angriffen durch bewusstseinsbeeinträchtigte Menschen kommen. Ganz gleich ob es zu einem direkten Angriff oder einer unkoordinierten Bewegung kommt, Gefahr besteht für diese Personengruppen immer. In den schlimmsten Fällen kann auch Lebensgefahr bestehen. Mit einer Schutzweste können sich diese Personengruppen viel besser schützen. Schutzwesten verhindern Wunden oder reduzieren ihren Schweregrad. Weiterhin bieten sie viele Vorteile.

Aufbau / Konstruktion und Material

In der Regel besteht eine stilsichere Kleidung aus einem Kunstfasergemisch, welches aufgrund seiner Beschaffenheit jegliches Durchdringen von Messern und ähnlichen Gegenständen verhindert. Eine Schutzweste dämpft den Stich ab. Ein vollständiges Eindringen des spitzen Gegenstandes kann aber nicht vollständig gewährleistet werden. Allerdings haben Schutzwesten den Vorteil, dass sie komfortabler sind. Zunächst sind diese Westen einfacher als schusssichere Westen, und zum anderen sind sie beim Tragen viel unauffälliger. Sie kann ganz bequem unter einem Pullover getragen werden. Eine Stichschutzweste besitzt dicke Kunststoffplatten, die sich im Rücken- und Brustbereich befinden. Auch der Bauch wird durch eine starke Aluminiumplatte geschützt, die an den Körper angepasst werden kann. Selbstverständlich kann die Weste auch gereinigt werden. Dazu macht man den Klettverschluss auf und entnimmt die Schutzplatten. Anschließend setzt man sie wieder ein. In der Regel besteht das Obermaterial der Schutzweste aus Polyester.

Schutzklassen der Schutzweste

Es gibt vier verschiedene Schutzklassen für die Schutzweste. Die Klasse K1 bietet den geringsten Schutz, währen die Klasse K4 den höchsten Schutz liefert. Höhere Schutzklassen bieten auch den Schutz der unterliegenden Schutzklassen. Beispielsweise stellt eine Stichschutzweste mit der Schutzklasse K3 auch den Schutz sicher, der mit den Klassen K1 und K2 gewährleistet werden kann.

Klasse K1: Diese Klasse gewährleistet den geringsten Schutz. Sie hält Belastungen von bis zu 125 Joule Auftreffenergie stand.

Klasse K2: Diese Klasse kann Belastungen von bis zu 40 Joule standhalten. Die Klasse K2 bietet auch den Schutz, der in Klasse K1 sichergestellt wird.

Klasse K3: Die Auftreffenergie in Joule beträgt hier maximal 65. Die Klasse K3 bietet auch den Schutz, der in den Schutzklassen K1 und K2 umfasst ist.

Klasse K4: Diese Klasse stellt den höchsten Schutz dar. Sie bieten auch den Schutz aller unterordneten Schutzklassen, d. h. K1, K2 und K3.
Weiterhin gibt es auch die Schutzklassen K, D, I und W, wo nach demselben Prinzip verfahren wird. In der Regel geben die Hersteller von Stichschutz Westen nur die K-Klassen an, da hier der Hauptzweck der Weste dargestellt wirdK: Klinge

  • D: Dorn
  • I: Injektionskanüle
  • W: Würfel

Weitere Informationen zu den Schutzklassen von Stich- und Schlagschutz findet man in dem Dokument, welches von der Vereinigung der Prüfstellen für angriffshemmende Materialien und Konstruktionen (VPAM) herausgegeben wurde.

Unterschied Stichschutz und Schnittschutz

Schnittschutz wird gebraucht, wenn man mit einer Motorsäge oder einer Holzhacke arbeitet. Es gilt hier die entsprechenden Sicherheitsrichtlinien einzuhalten, um nicht den Versicherungsschutz zu verlieren. Der Stichschutz ist dazu da, um sich gegen Angreifer zu schützen, die Versuche mit einem Messer auf einen einzustechen.

Ist eine Stichschutzweste kugelsicher?

Grundsätzlich hat eine Stichschutzweste die Aufgabe den Träger vor Messerangriffen zu schützen. Die Schutzweste verhindert das Eindringen von scharfen Gegenständen und dämpfen Schlägen und Tritten. Denn die einwirkenden Kräfte werden über die die größere Schutzplatten abgefangen. Möchte man sich aber gegen Geschosse und Projektile schützen, ist es besser sich eine schusssichere Weste zu kaufen. Nur dann hat man den vollständigen kugelsicheren Schutz.

Gewicht und Größe

Abhängig von der Größe wiegt eine Schutzweste mit Reißverschluss zwischen 1,5 Kg und 5 Kg. Das Gewicht hat nichts mit der Qualität zu tun. Es gibt auch effektive und leichte Materialien wie Kevlar. Diese haben sich auch preislich von den schwereren Modellen ab.

Rechtliches

Stichschutzwesten sind legal, da sie keine Waffe darstellen. Jeder in Deutschland kann sich eine stichfeste Schutzweste kaufen und tragen. Stichhemmende Unterziehwesten sind einfacher zu beschaffen als Schusssichere Westen, weil ihr Aufbau einfacher ist und sie weniger kosten. Dennoch wird die Schutzweste als eine Schutzwaffe bezeichnet. Es gelten daher die versammlungsrechtlichen Bestimmungen. Gerade auf öffentlichen Veranstaltungen ist das Tragen dieser Weste verboten. Trägt man eine Schutzweste mit Stichschutz auf einer Demonstration, so verstößt der Träger gegen das Versammlungsgesetz.

Das Versammlungsgesetzt besagt, dass Schutzwaffen oder Gegenstände, die als Schutzwaffen geeignet sind und Vollstreckungsmaßnahmen eines Trägers von Hoheitsbefugnissen abwehrt, nicht unter freien Himmel, Aufzügen oder sonstigen öffentlichen Veranstaltungen getragen werden darf. Das Gesetz besagt somit, dass auch Schutzwesten nicht auf derartigen Ereignissen getragen werden darf. Unter Schutzwaffen sind nämlich auch passive Waffen zu verstehen, welche nur zum Schutz einer Person verwendet werden dürfen. Dazu gehört auch die Schutzweste. Schutzwesten können Behörden davon abhalten auf die Person zuzugreifen oder sie festzuhalten. Die Weste würde also den Polizisten oder die Polizistin davon abhalten den Träger eine Schutzweste niederzustrecken.

Hat man vor mit eine Sector Stichschutzweste ins Ausland zu gehen, um eine Versammlung, Demonstration oder ein Festival zu besuchen, so sollte man die länderspezifischen Gegebenheiten sehr genau studieren. Wir haben die Informationen einiger Länder zusammengestellt:

Schweiz
Für die Schweiz gibt es keine spezifischen Informationen. Es ist davon auszugehen, dass Schutzwesten nicht als Schutzwaffen kategorisiert sind. Das Tragen sollte daher nicht mit Einschränkungen verbunden sein.

USA
In den USA ist der Besitz von Körperpanzerung verboten. In vielen Staaten gibt es für das Tragen einer Schutzweste Strafen. Kentucky ist ein Ausnahmestaat. Hier ist das Tragen einer Schutzweste nicht untersagt, allerdings kann Bewährung verweigert werden, wenn mit einer Schutzweste ein Verbrechen ausgeübt wird.

Holland
In den Niederlanden ist der Besitz von Schutzwesten nicht reguliert. Die Westen bekommt man dort in einer Vielzahl von Shops und Händlern. Viele Käufer sind Personen, die im Sicherheitsbereich arbeiten. Sie sind auf den Schutz einer Schutzweste angewiesen.

Erwerb
Was den Erwerb angeht, so ist eine zertifizierte Stichschutzweste in Deutschland erlaubt. Die Schutzweste fällt nicht unter das Waffengesetzt. Das Waffengesetzt besagt nämlich folgendes:

„Waffen sind…Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände oder tragbare Gegenstände, die dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen…, insbesondere Hieb- oder Stoßwaffen, oder Gegenstände, die ohne dazu bestimmt zu sein,“ selbes zu tun“.

Eine Waffe kann einen Menschen verletzen. Eine Schutzweste aber vermeidet oder verletzt nicht die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit eines Menschen. Laut dem Gesetz für schusssichere Waffen unterliegt eine kugelsichere Weste keinen waffenrechtlichen Bestimmungen. Es ist auch kein Waffenschein erforderlich, um die stichhemmende Schutzweste zu kaufen. Aus diesen Gründen ist eine Schutzweste legal und keine Waffe. Man