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Schreckschusswaffen

Schreckschusswaffen erfreuen sich seit jeher in Deutschland an großer Beliebtheit.

Besonders zu Silvester ist es üblich, ja schon fast Tradition, ein paar Schüsse in die Luft abzulassen.

Doch was genau ist erlaubt?

In Deutschland unterliegen Waffen, wie Schreckschusspistolen, glücklicherweise strengen Regularien.

Wir klären auf, wann und in welchem Rahmen Sie Ihre Scheckschusswaffe nutzen und wo Sie diese erwerben können.


Wo kann man Schreckschusswaffen kaufen?

Grundsätzlich ist in Deutschland jeder Bürger zum Erwerb einer Schreckschusswaffe befugt. Im Optimalfall kaufen Sie diese in einem seriösen Shop. Wenn Sie die Waffe im Internet erwerben möchten, müssen Sie einen Altersnachweis vorlegen. In der Regel eine Kopie Ihres Personalausweises.

Shops im Internet bieten eine größere Auswahl und einen einfachen Erwerb. Alternativ können Sie auch zu einem Sport- oder Waffengeschäft in Ihrer Stadt gehen.

Wo darf man Schreckschusswaffen führen?

Seit 2003 ist das Führen einer Schreckschusswaffe in der Öffentlichkeit nur noch mit dem Besitz eines kleinen Waffenscheins möglich. Der „kleine Waffenschein“ ist in § 10 Abs. 2 WaffG. Geregelt.

Doch was ist mit Öffentlichkeit gemeint?

Die Öffentlichkeit im Sinne des Waffenrechts bezeichnet die Örtlichkeiten außerhalb der eigenen Wohnung, des eigenen Geschäfts oder des eigenen Grundstücks. Zudem darf auch mit einem kleinen Waffenschein keine Schreckschusswaffe auf öffentlichen Veranstaltungen, wie Sportveranstaltungen, Jahrmärkten, politischen Versammlungen, Konzerten oder Kino getragen werden.

Bei Verstößen gegen diese Regelung ist das deutsche Waffenrecht streng. Im schlimmsten Fall kann eine Freiheitsstrafe von 1 bis 3 Jahren verhängt werden.

Wo darf ich die Schreckschusswaffe verwenden, wenn ich einen kleinen Waffenschein habe?

Grundsätzlich ist es verboten in der Öffentlichkeit Schreckschüsse abzugeben. Dabei werden weniger Sicherheitsaspekte, als Aspekte der Ruhestörung berücksichtigt. Das gilt sogar auch an Silvester. Die typische Herumknallerei, die man zu Silvester überall erlebt, ist somit tatsächlich verboten. Nur in absoluten Notfällen zur Selbstverteidigung darf eine Schreckschusswaffe eingesetzt werden.

Erlaubt hingegen ist das Abfeuern von Schreckschüssen auf einem befriedeten Grundstück. Wer außerhalb eines befriedeten Grundstücks schießen möchte, der bedarf einer gesonderten Schießerlaubnis. Sie wird nicht mit einem kleinen Waffenschein vergeben.

Wer Schreckschüsse abgeben will, darf lediglich Munition mit PTB-Zeichen verschießen. Diese sind geprüft und entsprechen dem deutschen Sicherheitsstandard.


Schreckschuss zur Selbstverteidigung
– Ist das wirklich sinnvoll?

Ob eine Schreckschusswaffe zur Selbstverteidigung wirklich sinnvoll ist, ist strittig. Einerseits kann der kleine Waffenschein als Hürde empfunden werden. Werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile einer Schreckschusswaffe zur Selbstverteidigung.

Nachteile:

  • Schreckschusswaffen sind teuer: Wer eine vernünftige Schreckschusswaffe kaufen möchte, muss mindestens 100€ plus Kosten für Munition einplanen. Im Vergleich zu einem Pfefferspray ganz schön teuer. Andererseits sollte man nicht sparen, wenn es um die eigene Sicherheit geht.
  • Kleiner Waffenschein erforderlich: Für das Führen einer Schreckschusswaffe ist ein Waffenschein erforderlich. Der kostet bis zu 100 € und muss beantragt werden.
  • Kann Noteinsätze auslösen: Die Verwendung einer Schreckschusswaffe zur Selbstverteidigung, zieht in der Regel einen Großeinsatz der Polizei nach sich.

Vorteile:

  • Starke abschreckende Wirkung: Anders als ein Pfefferspray, hat eine gezogene Schreckschusswaffe einen furchteinflößenden Effekt auf potenzielle Angreifer. Diese können nicht einschätzen, ob es sich um eine echte oder eine Schreckschusswaffe handelt. Wohlmöglich zwingt sie der Anblick zum Umdenken, bevor ein tätlicher Angriff erfolgt ist.
  • Hält Angreifer auf Distanz: Das Abfeuern einer Schreckschusswaffe hat einen Schockeffekt auf einen Angreifer, auch wenn dieser noch mehrere Meter von Ihnen entfernt steht.

Fazit

Schreckschusswaffen sind in Deutschland legal erhältlich. Wer sie mit sich führen möchte, benötigt einen kleinen Waffenschein. Für das Abfeuern ist darüber hinaus ein gesonderte Schießerlaubnis notwendig. Auch an Silvester!

Für Selbstverteidigungszwecke eignet sich die Schreckschusswaffe zwar, doch sollte jeder selbst abwägen, ob es nicht günstigere oder weniger aufwendige Alternativen gibt.

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